Chronische Rückenschmerzen beeinträchtigen das Leben vieler Menschen in starkem Maße und sie führen sehr häufig zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität des Betroffenen. Rückenschmerzen sind eines der häufigsten und kostenintensivsten Krankheitsbilder moderner Industriegesellschaften. Sie verursachen den mit Abstand größten Ausfall an Arbeitstagen. 60-80% der Bevölkerung leidet zeitweilig, 20-30% sogar chronisch darunter. Die Aufwendungen der Krankenkassen dazu haben sich in den letzten Jahren verdoppelt, Tendenz weiter steigend.
Der Zustand der Rückenmuskulatur und die Kreuzschmerzen der jeweiligen Person stehen jedoch in einem direkten Zusammenhang.
1972 begann an der Universität von Florida in Gainesville das bis dahin umfangreichste Forschungsprojekt im Rahmen der Behandlung und Rehabilitation von Wirbelsäulenpatienten. Der Schwerpunkt dieser Studien lag dabei auf der Behandlung von chronischem Kreuzschmerz.
Die Ergebnisse dieser Studien erstaunten: Rückenschmerzpatienten wiesen eine auffallend schwächere Muskulatur als gesunde Menschen auf. Je kräftiger die Lumbalextensoren, desto geringer die Rückenschmerzen.
Trotzdem sollte es mehr als 14 Jahre dauern, bis die notwendigen technischen Voraussetzungen für eine aussagekräftige Diagnostik und die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten geschaffen wurden.
Insgesamt waren 14 Teams um Michael Pollock, den ehemaligen Präsidenten des American College of Medicine in Gainesville und um Vert Mooney, MD, von der University of California in San Diego an der technischen Umsetzung des diagnostischen MedX-Test- und Therapieverfahrens involviert. 1986 wurde die MedX Corporation von Arthur Jones, dem ehemaligen Gründer und Vorstandsvorsitzendem von Nautilus Sports/Medical Industries, Inc., gegründet.
Betrachtet man die Bewegungsamplitude des Beckens getrennt von der Bewegung der Wirbelsäule stellt man fest, dass die Amplitude des Beckens 110°, die Amplitude der Wirbelsäule jedoch nur 72° beträgt.
Die vollständige Bewegungsamplitude des Oberkörpers beträgt 182° und wird demnach durch Aufrichtung des Beckens und Streckung der Wirbelsäule erreicht.
Die lumbalen Extensoren arbeiten bei dieser Bewegung mit größeren und stärkeren Muskeln zusammen.
Um die tiefe Muskulatur der Wirbelsäule zu testen und therapeutisch zu kräftigen, muss das Becken vollständig fixiert sein. Nur dadurch können die weitaus stärkeren Muskeln, die das Becken kippen, ausgeschaltet werden. Das war mit bisherigen Therapieverfahren nicht möglich, der Erfolg blieb somit aus. Die patentierte Beckenfixierung der MedX Lumbar Extension Machine ermöglicht jedoch eine Isolation der Lumbalextensoren und somit eine erfolgreiche Rekonditionierung dieser Muskelgruppe.
Neben der patentierten Beckenfixierung sind zur exakten Diagnostik, und somit zu einem erfolgreichen Therapieablauf, noch folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
- Kompensation der Oberkörpermasse
Die Oberkörpermasse des Patienten unterliegt der Gravitation, wodurch sich in den einzelnen Messpositionen Vor- bzw. Nachteile ergeben. Dadurch muss diese während der gesamten Bewegungsamplitude austariert werden. Dieses wird durch ein einstellbares Kontergewicht ermöglicht.
- Berücksichtigung der Weichteilspannung und der Nettomuskelkraft
Die Weichteilspannung (Elastizität der Bänder, der Muskulatur und der Gegendruck der Weichteile des Bauches) hat Einfluss auf das Messergebnis. Daher muss diese in jeder Position gemessen und berücksichtigt werden um sicherzustellen dass auch tatsächlich die Nettomuskelkraft gemessen wird.
- Isometrisches Testen über die gesamte Bewegungsamplitude
Die isometrische Kraftmessung schützt den Patienten dabei vor Verletzungen und ermöglicht exakte Messungen über den kompletten Bewegungsablauf.
Die Messungen in den einzelnen Positionen werden mit alters-, geschlechts- und gewichtsspezifischen Normdaten verglichen und sind jederzeit reproduzierbar.
Standard-Messpositionen in der MedX Lumbar Extension Machine
Abbildung der in den einzelnen Positionen gemessenen Kräfte im Balkendiagramm
Bestimmung des Muskelfasertypus (schnelle oder ausdauernde Muskelfasern) durch Erschöpfungsreaktion
Bekanntlich setzen sich alle Muskeln aus unterschiedlichen Fasertypen (schnelle und ausdauernde Fasern) zusammen. Die Kenntnis der Zusammensetzung dieser Fasern ermöglicht eine genaue Bestimmung der optimalen Trainings- und Therapieintervalle des einzelnen Patienten.
Die Vorteile der MedX-Therapie gegenüber traditionellen Gymnastikübungen liegen im exakt dosierbaren Widerstand, in der sicheren Bewegungsausführung, im gelenkschonenden Therapieablauf und in der computergestützten Dokumentation des Therapieverlaufs.
Die Ergebnisse einer von Dr. Brian Nelson in Minneapolis an 935 Patienten durchgeführten Studie sprechen für sich:
Schmerzfrei bzw. geringfügige Restbeschwerden 64%
Wesentlich verbessert 15%
Leicht verbessert 6%
Ohne Veränderung 12%
Verschlechtert 3%
Dies entspricht einem Therapieerfolg von 85%!
Die MedX- Therapie (Medizinische Kräftigungstherapie, MKT) ist in jedem Alter möglich, sie bedingt jedoch die aktive Mitarbeit des Patienten. Ziel der Therapie ist eine Hypertrophie der entsprechenden Muskulatur.
Ergänzt wird die Therapie durch ein Trainingsprogramm an MedX- Kraftgeräten zur Stabilisierung der kompletten Rumpfmuskulatur sowie der Halswirbelsäule.
Klinische Studien haben bewiesen, dass ein Training nach der MedX- Methode Schmerzen der Patienten mindert, die Leistungsfähigkeit steigert, und in machen Fällen sogar einer notwendigen Bandscheiben-Operation vorbeugt.
Nach abgeschlossener Entwicklung der medizinischen Geräte wurden die gewonnenen Erfahrungen für das Design und die Entwicklung einer kompletten Linie hoch entwickelter Kraftmaschinen, den MedX Selectorized Machines, genutzt.
Diese Serie gilt sowohl bio-mechanisch als auch technisch als die anspruchsvollste Gerätelinie weltweit.
Besonders hervorzuheben ist hierbei die einzigartige und patentierte Gewichtsführung. Dabei wird auf klassische Gewichtsführungsstangen verzichtet. Dadurch entsteht ein extrem reibungsloser Bewegungsablauf, die Laufruhe von MedX- Equipment ist und bleibt unerreicht.
Durch die Verwendung von zwei unabhängigen Gewichtsblöcken ist es möglich, den Widerstand individuell in 1kg-Schritten dem wirklichen Leistungsstand des Trainierenden anzupassen.
Im Jahre 2002 wurde der Ruf danach laut, vereinfachte Versionen der Medical Machines für den Einsatz in Fitness-Anlagen und physiotherapeutischen Einrichtungen zu entwickeln. MedX entwickelte nicht nur die Maschinen, sondern ein komplettes Programm.
Die Serie "The Core Spinal Fitness Systems" von MedX umfasst fünf neu entwickelte
Geräte, um die vier wesentlichen Faktoren für einen starken und gesunden Rücken (Kraft, Stabilität, Flexibilität und Ausdauer) zu trainieren. Dieses Zirkeltraining, zweimal pro Woche jeweils 20 Minuten angewendet kann helfen, Rückenprobleme spürbar und schnell zu mindern oder sogar ganz zu beseitigen.